Zusammenfassung
Der SC Baldham-Vaterstetten (SCBV) baut auf seiner Tennisanlage am Hermann-Haage-Weg 2 in 85604 Zorneding an der B304 eine neue 2-Feld-Tennishalle. Die Padberg Projektbau GmbH unter Geschäftsführer Markus Padberg plant und realisiert die Halle. Sie entsteht in Stahlbauweise mit einer wärmegedämmten Gebäudehülle nach dem Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG). Das Dach ist statisch für eine spätere Photovoltaikanlage ausgelegt, die Halle bekommt einen textilen Sportbodenbelag und eine LED-Sportbeleuchtung. Bisher hat die Tennisabteilung mit rund 350 Mitgliedern neun Freiplätze, die im Winter nicht bespielbar sind. Die neue Halle ermöglicht erstmals ganzjährigen Spielbetrieb. Die Projektkosten liegen bei rund 1,6 Millionen Euro netto. Finanziert wird das Projekt aus Eigenmitteln, einem zinsgünstigen kommunalen Darlehen und Fördermitteln: Der Bayerische Landes-Sportverband (BLSV) und die Gemeinde Vaterstetten geben jeweils rund 270.000 Euro. Der Bauantrag wurde am 13. März 2026 eingereicht, die Bauarbeiten haben im September 2026 begonnen. Dieses Bautagebuch dokumentiert den Baufortschritt chronologisch, mit dem neuesten Stand oben.
Bautagebuch
September 2026 – Startschuss: Die Bauarbeiten beginnen
Mit dem Ende der Freiluftsaison fällt der Startschuss auf der Anlage des SC Baldham-Vaterstetten. Der Zeitpunkt ist bewusst gewählt: So schränkt die Baustelle den Spielbetrieb so wenig wie möglich ein. Den Anfang machen die Erdarbeiten, darauf folgen Fundamente und Bodenplatte. Sobald die Gründung steht, beginnt die Montage des Stahltragwerks und die Gebäudehülle wird geschlossen.
„Hinter diesem Baustart steckt viel gemeinsame Vorarbeit. Mit dem Vorstand des SCBV stehen wir in engem Austausch, von der Planung über die Abstimmung mit den Behörden bis zur Vorbereitung der Baustelle. Diese kurzen Wege und das gegenseitige Vertrauen sind für mich die wichtigste Grundlage, damit ein Vereinsprojekt gelingt. Umso mehr freuen wir uns, dass der Bau der Tennishalle jetzt sichtbar Gestalt annimmt.“– Markus Padberg, Geschäftsführer Padberg Projektbau


Ende März 2026 – Erster Schritt auf dem Gelände: die Ersatzpflanzung
Noch bevor ein Bagger anrollt, setzt der Verein ein Zeichen: Mitglieder pflanzen gemeinsam mit dem Gartenbauverein unter der Leitung von Stefan Ruoff die vorgeschriebenen Ersatzbäume. Für uns gehört das zu den Momenten, die ein Vereinsprojekt besonders machen. Eine Tennishalle wird hier nicht für, sondern mit den Mitgliedern gebaut.

13. März 2026 – Bauantrag eingereicht
Der Bauantrag für die 2-Feld-Tennishalle ist eingereicht. Wie viel Detailarbeit in einem solchen Verfahren steckt, zeigt das Thema Regenwasser: Die Halle hat keinen eigenen Wasseranschluss, das Dachwasser muss trotzdem sauber abgeleitet werden. Die Lösung ist, das Wasser beider Dachhälften getrennt versickern zu lassen. Bei einer Dachfläche unter 1.000 m² geht das genehmigungsfrei. Ähnliche Abstimmungen laufen zu Heizung und Löschwasserversorgung. Solche Fragen früh zu klären, entscheidet beim Bau einer Tennishalle oft darüber, ob der Zeitplan hält.

2018 bis 2025 – Die Vorgeschichte: über acht Jahre Planung
Die Idee einer eigenen Halle begleitet den SCBV seit mehr als acht Jahren. Ursprünglich sollte die Halle im Südwesten der Anlage entstehen und zusätzliche Plätze schaffen. Weil dort die geschützte Haselmaus nachgewiesen wurde, wanderte der Standort in den Osten des Geländes. Die Halle ersetzt nun zwei Freiplätze, die Gesamtzahl der Plätze bleibt gleich, und zwei davon sind künftig ganzjährig bespielbar. Ein Bodengutachten hat die Grundlage für die Gründung geschaffen. Die Finanzierung steht auf drei Säulen: Eigenmittel des Vereins, Fördermittel von BLSV und Gemeinde Vaterstetten sowie ein zinsgünstiges kommunales Darlehen.
Darum geht es: Eine eigene Tennishalle für den SC Baldham-Vaterstetten
Die Tennisabteilung des SC Baldham-Vaterstetten hat rund 350 Mitglieder, eine aktive Jugend und neun Freiplätze. Von Herbst bis Frühjahr ruht der Spielbetrieb allerdings, weil eine eigene Halle fehlt. Das ändert sich jetzt: Am Hermann-Haage-Weg entsteht eine 2-Feld-Tennishalle, in der Training, Medenspiele und Vereinsleben ganzjährig möglich sind.
Für uns bei Padberg Projektbau ist das Projekt ein typisches Beispiel dafür, wie Vereine heute Tennishallen bauen: wirtschaftlich in Stahl, energetisch auf dem aktuellen Stand und offen für die nächsten Schritte, etwa eine eigene Solaranlage. Wie wir Tennishallen grundsätzlich planen und umsetzen, lesen Sie auf unserer Seite zum Tennishallenbau.
In diesem Bautagebuch halten wir jeden wichtigen Schritt fest, mit Datum, kurzen Einblicken und Bildern direkt von der Baustelle. Das neueste Update steht immer oben.
Die Halle im Überblick: Was eine moderne Tennishalle mit 2 Feldern ausmacht
- Stahlbauweise: Ein Stahltragwerk überspannt beide Spielfelder stützenfrei, wird schnell montiert und ist langlebig. Mehr zum Vergleich der Bauweisen: Tennishallenbau mit System: Stahl oder Holz? und unsere Referenz zur Stahltennishalle.
- Wärmegedämmte Hülle nach GModG: Dach und Wände sind so gedämmt, dass die Halle mit wenig Energie auf Spieltemperatur bleibt. Das senkt die Betriebskosten für den Verein über Jahrzehnte.
- Dach ausgelegt für Photovoltaik: Die Dachkonstruktion ist von Anfang an für eine PV-Anlage dimensioniert. Der Verein kann also später eigenen Strom erzeugen, ohne nachträglich in die Statik eingreifen zu müssen.
- Textiler Sportbodenbelag: gelenkschonend, ganzjährig gleichmäßige Ballsprünge, wenig Pflegeaufwand. Welche Beläge es gibt: Welcher Bodenbelag eignet sich für den Tennishallenbau?
- LED-Sportbeleuchtung: blendfreies, gleichmäßiges Licht bei deutlich geringerem Stromverbrauch als konventionelle Strahler. Mehr dazu: Tennishalle LED-Beleuchtung
Sie planen selbst eine Halle für Ihren Verein? Auf unserer Seite zum Tennishallenbau finden Sie unser Vorgehen von der Planung bis zur schlüsselfertigen Übergabe. Weitere Praxiswissen rund um Tennis- und Sporthallen gibt es im Padberg Blog, etwa zu Padel-Hallen oder im Interview mit Markus Padberg zum Sporthallenbau.



